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Mit dem Sensationsfund der Himmelsscheibe von Nebra im Jahre 1999 und der medienwirksamen Vermarktung traten die Funde frühgeschichtlicher Siedlungsgeschichte plötzlich in das öffentliche Bewußtsein. Das seit Jahrtausenden an Siedlungsplätzen und -funden so überaus reiche Gebiet zwischen Elbe, Saale und Unstrut wurde neben Experten auch für die breite Bevölkerung interessant. Zur positiven Entwicklungen tragen neben modernen und anschaulichen Ausstellungskonzepten des Landesmuseums für Vorgeschichte in Halle auch deren Öffentlichkeitsarbeit Früchte.
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Mistel - heilender Schmarotzer
Schon die Druiden verwendeten Misteln zur Herstellung von stärkenden Tränken und Mitteln. Selbst für den Gallier Miraculix war die Mistel wichtiger Bestandteil seines Zaubertranks. Die Mistel gehört zur Gattung der immergrünen Halbschmarotzer-sträucher der Familie der Mistelgewächse. Besonders deutlich ist der gabelästige, fast kugeliger Strauch in den Winter-monaten auf den entlaubten Wirtspflanzen zu erkennen. Viscum album - die Laubholz-mistel - findet in Pappeln, Linden, Birken und Weiden Wirte; Viscum laxum - die Nadelholzmistel ist u.a. Schmarotzer auf Waldkiefer und Fichte. In der Medizin werden Mistel-Extrakte durch den enthaltenen Wirkstoff Lektin zur Förderung der Abwehrbereitschaft des Immunsystems genutzt. Eine besondere Rolle spielt die Mistel im englischen Weihnachtsbrauch-tum und ist auf keltischen Ur-sprung zurückzuführen. So wird in der Vorweihnachtszeit ein Mistel-zweig über dem Türrahmen aufgehangen und dient auf diese Weise dem sich darunter küssen-den Pärchen als handfestes Liebes- und Eheversprechen.
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»Wenn das Gestirn der Plejaden, der Atlastöchter, emporsteigt, dann beginne die Ernte, doch pflüge, wenn sie hinabgehen ... Also ist es Brauch beim Feldbau.«
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