FOTOAUSSTELLUNG "MYTHOS TIBET"
BRAUNSCHWEIG, KIRCHE ST.MICHAELIS, ECHTERNSTR.12

Der Mythos Tibet lebt. Es gibt nur wenige Länder und Regionen, von denen eine solch langanhaltende Faszination ausgeht. Es mag an der langen Isolation des Landes liegen, seiner exponierten Lage und dem ewigen Zwist, welche die Neugier wach halten. Doch seit dem Einmarsch Chinas 1950 haben sich Mythos, Menschen und das Land geändert. Heute polarisiert der Name Tibet. 

Das Reisen auf dem Dach der Welt ist schwierig, teilweise nur mit einheimischer Begleitung möglich und trotz der politischen Widrigkeiten alle Anstrengungen wert. Immer wieder werden ausländische Journalisten des Landes verwiesen oder die Region gänzlich dicht gemacht. Chinesisches Militär ist überall präsent. Unter besonderer Beobachtung steht der Unruheherd Lhasa. Kleine Militäreinheiten patrouillieren durch die Straßen, bewachen neuralgische Punkte und behalten von Dächern aus den Überblick. Chinas Präsenz ist die einer Besatzungsmacht. 

Den modernen Einflüssen zum Trotz versuchen die Tibeter an ihren Traditionen festzuhalten. Handys und Motorräder stehen im Wettstreit mit Buttertee und Yaks und ergänzen sich gleichzeitig. Eine Reise durch Tibet ist heute vielschichtig, zwischen Traditionen und Mythen, Politik und Moderne.

Wir, das war eine kleine Reisegruppe aus Deutschland,  hatten uns an den ranzigen Geruch brennender Butterkerzen gewöhnt, selbst Gebetsfahnen auf Pässen aufgehangen und eifrig Gebetsmühlen gedreht. Wir tranken Buttertee mit unseren tibetischen Begleitern, ließen die deutsch-tibetische Verbundenheit 4.300 Meter hoch leben und opferten für ein Campfeuer etliche getrocknete Yakfladen. Unsere Zelte standen meistens in der Nähe kleiner Dörfer, bewacht von struppigen Hunden, die sich ständig balgten, die ganze Nacht um unsere Zelte strichen und mit ihrem wütenden Bellen die frei umherlaufenden Yaks fernhielten. Wir fuhren mit den Jeeps abseits der Hauptstraßen. Doch was sind schon Straßen in Tibet? Staubige Pisten, Schotterwege, selbst vom erst kurz vor den Olympischen Spielen 2008 fertiggestellten Friendship-Highway, der Kathmandu und Lhasa verbindendet, sind noch immer einige Abschnitte im Bau. Auf dem Weg zum Nam Co (See), dem größten See Tibets, rauschten wir an kleinen Siedlungen vorbei und hüllten Motorradfahrer und Pilger in unsere Staubwolken ein. Tibet sollte für uns vielschichtig werden, eine Erfahrung zwischen Mythos und Realität.

Die Fotoausstellung „Mythos Tibet“ zeigt von Juni bis September 2010 in der Kirche St.Michaelis, Braunschweig Ansichten vom Dach der Welt.

Öffnungszeiten der Kirche Samstag und Sonntag oder auf Nachfrage - Büro Echternstr.12, Tel. 0531-42663

Individuelle Führungen sind möglich. Anfragen unter: matthias.ennersch@reportagereisen.de

St.Michaelis, Braunschweig

Die Michaeliskirche, 1157 geweiht, ist eine der kleinsten Pfarrkirchen der Stadt Braunschweig. In früheren Zeiten lag sie in unmittelbarer Nähe der alten Handelsstraße Frankfurt - Hamburg und an der alten Stadtmauer. Der Umbau zur gotischen Hallenkirche erfolgte im 14.Jahrhundert. Seit 1528 gehört die Kirche zur lutherischen Glaubensgemeinschaft. Der Theologe und Reformer Thomas Müntzer war von 1514 bis 1521 Pfarrer in Michaelis.

Mythos Tibet

Reise auf dem Dach der Welt (Link)

Ernte im Kyi Chu Tal
Kloster Sakya - Pilger und Reparaturarbeiten
Bauer in Shelkar
Braunschweiger Zeitung

Am 31.Juli 2010 berichtete die Braunschweiger Zeitung über die Fotoausstellung. (Link zur pdf)

Im Tal des Tsangpo
Yaks im Transhimalaya
Nam Tso - Heiliger See
Kloster Reting - Verfallene Stupas
Lhasa - Pilger am Jokhang
Buddha - Zeichen der Weisheit